Rückblick Book-Objects: Bookness and Artmaking

Fabiana Senkpiel hat den Beitrag “From Cookbook to Sculpture: Daniel Spoerri’s Recipe Folder Library (1984–1990) and the Aesthetics of Offal” im Rahmen der von Giulia Schirripa (University of York) organisierten Sektion “Book-objects: Bookness and Artmaking” zur Diskussion gestellt. Die Sektion war Teil der „Association for Art History 2026 Annual Conference”, die vom 8. bis 10. April 2026 in Kooperation mit dem „History of Art Department” der University of Cambridge stattfand.

Der Beitrag von Fabiana Senkpiel untersuchte die Ästhetik und ‘Objektheit’ von Kochbüchern in der bildenden Kunst und eröffnete damit eine Forschungsperspektive an der Schnittstelle zwischen Kochbüchern und Künstlerbüchern. Der Fokus lag auf Daniel Spoerris sogenannter „Rezept-Mappen-Bibliothek “ (1984–1990) als Kochbuch in skulpturaler Form. Herausgegeben von Francesco Conz in Verona (Auflage: 75 Exemplare), besteht sie aus einem Kasten, an dessen rechter Seite ein „Faux tableau piège“ des Künstlers befestigt ist. Der Kasten enthält zehn Mappen mit Rezepten, die von befreundeten Kolleg:innen des Künstlers illustriert wurden und auf dem „Nose-to-Tail“-Prinzip basieren.

Auf der Grundlage von Archivrecherchen und materialästhetischen Analysen, die das Zusammenspiel von Form(at) und Material, Farben, Schrift und Illustration einbeziehen, analysierte der Beitrag, wie Spoerri das Rezept- und Kochbuchformat übernahm und den Transformationsprozess im künstlerischen Feld gestaltete. Welche Aspekte von „(Cook-)Bookness“ wurden von diesem skulpturalen Werk aufgegriffen, verändert oder abgelehnt? Mit Blick auf die Ästhetik der Rezept-Illustrationen argumentierte der Beitrag, dass Spoerris «Rezept-Mappen-Bibliothek» Raum für kreative Aushandlung und kritische Reflexion über den Ekel eröffnet, der mit dem Thema Innereien und dem „Nose-to-Tail“-Prinzip verbunden ist.

Mehr Informationen: https://forarthistory.org.uk/session-book-objects-bookness-and-artmaking/